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Unter uns · German A1
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Es ist 1985. Ich gehe zu unserer Schule auf dem Land. Sie ist in einem alten Schloss in der . Das ist der andere deutsche Staat im Osten. Hier dürfen nur Jungen lernen und wohnen. Alle Schüler sind mindestens achtzehn. Wir sind im letzten Schuljahr.

Das ist die beste Schule in der . Einige sind hier, weil ihre Eltern Geld haben. Andere Eltern haben . Mein Vater arbeitet in einer . Ich bin hier, weil ich gut in Mathe bin.

Ich heiße Matthias. Ich bin achtzehn. Und ich hasse diesen Ort.
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Hier ist es gefährlich, klug zu sein.

„Matthias, die Antwort, bitte!“

Die Aufgabe ist sehr schwer. Sie kommt von einer Universität. Aber ich weiß die Antwort.

Letztes Mal war meine Antwort richtig. Felix hat mich „Liebling vom Lehrer“ genannt. Rolf hat mich nach der Stunde geschlagen.

Das will ich nicht noch einmal. Also gebe ich eine falsche Antwort.

„Ähm … null?“
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„Falsch“, sagt der Lehrer. „Du musst mehr arbeiten.“

Rolf tritt gegen meinen Stuhl. Felix macht seinen auf. Ich weiche zurück und hebe den Arm.

„Hör auf!“

Felix bewegt den schnell. Schwarze kommt auf mein weißes Hemd.

„Dein einziges Hemd!“, sagt Felix. „Deine Eltern können kein neues kaufen!“

Sie lachen. Ich mache meine alte zu. Meine Mutter hat sie repariert. Jetzt verstecke ich mein Hemd darunter.
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Ich sehe auf mein Hemd. Dann halte ich meine Jacke zu.

Ich hasse es hier. Meine Antwort ist richtig? Dann schlagen sie mich. Meine Antwort ist falsch? Dann schlagen sie mich auch.

Ich sitze ganz still.

Nichts ändert sich.
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Es klopft. Der Lehrer öffnet die Tür. Dort steht ein junger Mann. Seine hellen Haare sind nass.

„Das ist Adrian. Er ist neu in unserer Klasse.“

„Sieh mal seinen alten Mantel“, sagt Rolf. „Ist er auch arm?“

Alle sehen Adrian an. Jetzt sehen sie nicht mehr mich an. Das ist gut.
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„Setz dich neben Matthias“, sagt der Lehrer.

Adrian setzt sich. Er sieht die und gibt mir ein .

„Für dein Hemd.“

Ich will es nehmen. Aber Felix sieht mich an.

„Ich brauche es nicht.“

Adrian nimmt seine Hand zurück.

„Ihr teilt auch Zimmer vierzehn“, sagt der Lehrer.

Mein Zimmer! Felix macht ein . Die anderen lachen.

Scheiße. Mein Zimmer war ruhig. Dort konnte ich die Tür schließen. Jetzt ist Adrian auch dort. Morgen lachen sie wieder über mich.
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Es ist Donnerstag. Im reden die anderen über Adrian.

„Sein Vater war Soldat. In einer besonderen Gruppe.“

„Sein Vater ist tot.“

„Wer sagt das?“, frage ich.

Niemand antwortet. Ich weiß nicht: Stimmt das?

Adrian geht mit seinem schwarzen vorbei. Er hat es immer bei sich. Er ist neunzehn. Wir schlafen im gleichen Zimmer. Aber ich weiß fast nichts über ihn.
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Beim Mittagessen nimmt Felix seine Tasche vom Stuhl.

„Setz dich hierher, Matthias.“

Sein Vater hat viel . Er arbeitet im mit anderen Ländern. Felix hat immer neue Kleidung.

Samstags helfe ich Felix zu Hause mit Mathe. Aber in der Schule spricht er fast nie mit mir.

Heute ist er nett. Warum? Will er wieder lachen? Ich setze mich. Meine Tasche bleibt auf meinen Knien. Ich kann schnell wieder gehen.
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„Er schreibt immer in dieses “, sagt Felix. „Vermisst er seine Mami? Nimm es ihm weg, Matthias. Mach mal etwas Interessantes!“

Adrian ist nett zu mir. Warum soll ich ihm wehtun? Ich will Nein sagen.

Dann legt Felix seine Hand auf meine Schulter. Es tut nicht weh. Das ist neu. Ist er jetzt mein Freund?

Ich sage nichts. Seine Hand soll dort bleiben.
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Nach dem Unterricht legt Adrian sein neben sein Bett. Wir sind in Zimmer vierzehn.

„Ich wasche mir die Hände.“

Dann geht er. Ich bin allein. Ich kann das hier lassen. Ich kann Felix Nein sagen.

Aber Felix war heute nett zu mir.

Ich nehme das und gehe aus dem Zimmer. Es bleibt zu.
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Felix wartet an der Treppe. Ich gehe zu ihm. Adrians ist zu. Ich halte es fest.

Das ist falsch. Adrian hat mir nichts getan. Ich kann noch zurückgehen. Das kann wieder auf seinen Tisch.

Aber vielleicht schlagen Felix und Rolf mich dann nicht mehr.

Ich gehe weiter. Ich will endlich Ruhe.
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Ich bleibe an einem Fenster im Flur stehen. Hier bin ich allein. Erst will ich in das sehen.

Ich öffne es. Da sind Bilder: eine Tasse, ein Fenster, unser müder Lehrer.

„Sie sind schön“, sage ich leise.

Dann sehe ich ein Bild von mir. Die vom Montag ist auf meinem Hemd. Aber ich sehe nicht dumm oder schwach aus.

Adrian hat mich gezeichnet. Er findet mich also interessant?

Felix soll diese Bilder nicht sehen.
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Ich mache das zu und gehe weiter. Felix steht vor mir.

„Du hast es!“

Er hält mir die Hand hin. Ich drücke das an meine Brust. Jetzt will ich es ihm nicht geben.

Adrian kommt hinter Felix. Er sieht sein . Er läuft sehr schnell an Felix vorbei. Dann nimmt er mir das aus den Händen.

„! !“, ruft Felix.

Adrian schaut mich einmal an. Er sagt nichts.
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Am Abend liegen wir in unseren Betten in Zimmer vierzehn. Jeder hat sein eigenes Bett. Adrian will das Licht ausmachen.

„Ich habe ihnen die Bilder nicht gezeigt“, sage ich.

Seine Hand bleibt am Schalter. Ich warte. Sagt er jetzt etwas über das ?

„Gute Nacht, Matthias.“

Dann ist es dunkel. Ich bin noch lange wach.
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Am Freitag haben wir Sport. Heute ist dran. Wir bringen die in die Mitte der Halle.

„Sucht euch einen Partner“, sagt der Sportlehrer.

Felix hebt sofort die Hand.

„Ich nehme den Neuen!“

Er sieht Rolf an. Beide lächeln. So lächeln sie auch vor einem Angriff auf mich.

Ich habe Angst um Adrian. Er geht einfach nach vorn.
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Adrian zieht sein Sporthemd aus. Felix auch. Beide tragen dunkle Shorts.

Ich sehe Adrians Schultern und seine Brust. Er ist stark. Er bewegt sich sicher.

Ich sehe weg. Niemand soll mich beim Schauen sehen. Aber dann sehe ich wieder hin.

Felix lächelt kurz nicht mehr. Dann geht er auf die .
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Der Lehrer gibt das Startzeichen. Felix läuft auf Adrian zu. Adrian dreht sich mit ihm. Dann liegt Felix auf dem Rücken.

Adrian hält ihn auf der fest.

Der Lehrer hebt die Hand. Der Kampf ist vorbei. Adrian hat fair gewonnen.

Ich lächle fast. Felix wollte über Adrian lachen. Aber jetzt liegt Felix auf dem Rücken. Alle sehen ihn.
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„Noch einmal“, sagt Felix. „Ich war nicht bereit.“

Rolf sieht ihn an. Dann läuft Rolf zur Tür.

„Herr Lehrer! Ein Schüler auf der Toilette!“

„Wartet hier“, sagt der Lehrer. Er geht in den .

Rolf zeigt ihm den Weg. Aber Rolf bleibt an der Tür. Der Lehrer ist weg. Jetzt kommt Rolf zur zurück.

Jetzt verstehe ich: Rolf will keinen Lehrer in der Halle.
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Felix greift Adrian an. Es gibt kein Startzeichen. Rolf hält Adrians fest. Zusammen drücken sie ihn auf die .

Felix zieht Adrians rechten Arm hinter seinen Rücken. Rolf hält weiter den fest.

Adrian klopft mit der linken Hand auf die . Das heißt: Stopp.

Felix sieht es. Aber er zieht noch stärker.
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„Lass ihn los!“, sage ich.

Adrian hat Schmerzen. Er sieht mich an. Ich kann mich hinsetzen und nichts tun. Dann ist es sicher für mich.

Aber ich will Adrian jetzt helfen. Ich ziehe Felix weg. Rolf lässt Adrians los.

„“, sagt Felix zu mir.

Drei andere Jungen kommen dazu. Jetzt stehen fünf Jungen um mich herum. Adrian ist hinter mir auf der .
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Felix schlägt mir auf den Mund. Meine blutet. Ein Junge zieht an meinem grauen Hemd. Rolf wirft mich zu Boden. Meine linke trifft den Boden.

Fünf Jungen stehen um mich herum. Sie treten gegen meine Seite. Ich halte die Arme über meinen Kopf.

Adrian kommt durch die Gruppe und will mir helfen. Felix trifft seine rechte mit dem .

„Stopp!“

Der Lehrer ist zurück. Die fünf gehen weg.

„Sie haben angefangen“, sagt Felix.
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Adrian und ich sitzen zusammen auf dem Boden. Meine blutet. Meine linke wird dick. Adrian hat Blut über dem rechten Auge.

Der Lehrer steht vor uns und sieht auf uns herunter.

„Seht euch an! Was habt ihr gemacht?“

„Wir haben nicht angefangen“, sage ich.

„Ruhe, . Das ist eine Schule, nicht die deines Vaters.“

„Er hat mir geholfen“, sagt Adrian.

Der Lehrer hört nicht zu.

„. Ihr beide. Nächste Woche, jeden Nachmittag.“

Wir bleiben auf dem Boden.

„Ihr zwei werdet viel Zeit zusammen verbringen.“
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