Ich heiße Kayla und bin vor drei Monaten aus Minnesota nach Berlin gezogen. Jetzt wohne und arbeite ich allein in Kreuzberg. Fast jeden Nachmittag gehe ich ins Café Morgenrot. Dort übe ich Deutsch und sehe Lukas, den freundlichen Mann hinter dem Tresen.
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Als ich am nächsten Tag ins Morgenrot komme, kennt Lukas schon meine Bestellung: einen großen Kaffee mit Milch. Er fragt, wie lange ich in Berlin lebe. Ich erzähle von der schwierigen Bürokratie. Lukas lacht und sagt, dass ich langsam eine echte Berlinerin werde.
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Weil das Café heute ruhig ist, setzt sich Lukas kurz zu mir. Wir sprechen Deutsch, damit ich üben kann. Er fragt, warum ich nach Berlin gekommen bin. Ich sage aus Versehen: „Ich mag deutsche Männer.“ Eigentlich meine ich deutsche Menschen. Lukas bemerkt meinen Fehler sofort.
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Am Samstag ist das Café voll, aber Lukas spricht trotzdem mit mir. Plötzlich fragt er nach meinem Alter. Ich sage, dass man eine Frau so etwas nicht fragt. Lukas ist einunddreißig, ich bin neunundzwanzig. Er sagt nur „Gut“ und erklärt nicht, warum.
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Am Montag ist Lukas nicht bei der Arbeit, und das Café wirkt langweilig. Dann kommt er durch die Tür und setzt sich zu mir. Nach einem kurzen Gespräch fragt er nach meiner WhatsApp-Nummer. „Die Nummer ist für Kaffee-Notfälle“, sagt er. Kurz danach schreibt er: „Hallo, Minnesota.“
Act I complete
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5/17
Am Abend schreibt Lukas wieder. Ich koche Pasta, während er mit Freunden Bier trinkt. Die drei Punkte auf meinem Handy kommen und gehen. Dann fragt er, ob wir am nächsten Abend etwas trinken gehen. Ich freue mich über die Einladung und werde nervös.
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Am nächsten Morgen rufe ich Emma an. Ich möchte wissen, ob ein Drink mit Lukas ein Date ist. Emma lacht, weil die Antwort für sie klar ist. Sie nennt ihn den attraktiven Mann aus dem Café. Dann sagt sie, dass sie doch nicht ganz sicher ist.
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Vor dem Treffen stehe ich lange vor meinem Kleiderschrank. Ein Kleid sieht zu elegant aus, aber eine Jeans zu normal. Ich ändere mehrmals meine Meinung. Dann schreibt Lukas: „Bis gleich.“ Ich habe nur noch zehn Minuten, wähle die Jeans und ziehe Ohrringe an.
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Die Bar ist klein, dunkel und warm. Lukas wartet draußen und sieht ohne seine Café-Schürze ganz anders aus. Er sagt, dass ich schön aussehe. Drinnen bestelle ich ein normales Bier. Wir sprechen über Berlin, Minnesota und Reisen. Wenn ich etwas nicht verstehe, spricht Lukas langsamer.
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Nach einer Stunde kommt eine blonde Frau herein. Sie umarmt Lukas und berührt seinen Arm. Ich versuche, nicht zu starren. Als sie wieder geht, frage ich, wer sie ist. Lukas wartet kurz mit seiner Antwort. Dann sagt er, dass Nina seine Ex-Freundin ist.
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Lukas und Nina waren drei Jahre zusammen, aber jetzt sind sie nur Freunde. Ich frage, ob das wirklich stimmt. Lukas sieht mich genau an und fragt, ob ich bin. Ich kenne das Wort nicht, deshalb erklärt er es. Leider beschreibt es meine Stimmung sehr gut.
Act II complete
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11/17
Es ist spät, als wir die Bar verlassen. Lukas begleitet mich zur U-Bahn, obwohl er in eine andere Richtung muss. Vor dem Eingang bleiben wir stehen. Er kommt näher, und ich denke, dass er mich küssen will. Genau dann klingelt mein Handy. Emma ruft an.
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Am nächsten Morgen schreibt Emma in Großbuchstaben: „HAT ER DICH GEKÜSST?“ Ich antworte mit Nein. Sie ruft sofort an. Als ich erzähle, dass ihr Anruf uns gestört hat, lacht sie und entschuldigt sich. Dann fragt sie, ob ich den Kuss wollte. Ich sage: „Vielleicht.“
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Zwei Tage lang gehe ich nicht ins Café, weil ich viel arbeiten muss. Das sage ich mir jedenfalls. Lukas schreibt nicht, und ich denke zu viel nach. Dann kommt endlich eine Nachricht: „Lebst du noch?“ Mein Kaffee wartet auf mich. Ich frage, ob nur der Kaffee mich vermisst. Lukas antwortet: „Nein.“
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Am Mittwoch gehe ich wieder ins Morgenrot. Lukas freut sich wirklich und macht meinen normalen Kaffee. Ich frage, wann seine Arbeit endet. Dann lade ich ihn zum Essen ein. Lukas möchte wissen, ob das ein Date ist. Ich sage, dass „vielleicht“ ja bedeutet. Er lacht und sagt zu.
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Nach seiner Arbeit essen wir Pizza und laufen durch Kreuzberg. Dabei sprechen wir fast nur Deutsch. Vor meinem Haus wollen wir beide nicht, dass der Abend endet. Ich biete Lukas Tee an. Er fragt, ob ich wirklich nur Tee meine. Diesmal verstehe ich alles. Ich nehme seine Hand und öffne die Tür.
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Am nächsten Morgen liegt Lukas neben mir, und unsere Kleidung liegt auf dem Boden. Ich gehe in die Küche und mache Kaffee. Lukas kommt herein und nennt mich Minnesota. Er sagt, dass ich gestern nicht mehr jeden Satz übersetzt habe. Dann küsst er mich. Mein Handy bleibt still.
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The end
One more thing…
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